2008 gegründet, ist die Partei in gewisser Weise die Nachfolgerin der orthodox-religiösen, bürgerlich-zentristischen Nationalreligiösen Partei (Mafdal), die bis 1977 Teil der von der Arbeitspartei geführten Regierungskoalitionen war. Später beteiligte sich Mafdal wiederholt an verschiedenen, nun Likud-geführten Regierungskoalitionen, allerdings verstand sie sich zunehmend als religiös-zionistische Erneuerungsbewegung, die die Gründung Israels als Teil eines messianischen Erlösungsprozesses sieht, zu dem auch die Inbesitznahme von ganz „Eretz Israel“ gehört. HaBajit HaJehudi trat in den letzten Jahren zusammen mit anderen radikal rechten Parteien (u.a. Otzma Jehudit) in einer gemeinsamen Wahlliste an, zuletzt unter dem Namen „Nach rechts“ (Jamina). Nachdem Naftali Bennett und Ayalet Schaked ausgetreten sind und andere Partei „Die neue Rechte“ im Dezember 2018 gegründet haben, verlor HaBajit HaJehudi/Jamina stark an Wähler*innen und ist in den Wahlen im November 2022 an der Sperrklausel gescheitert.