Im Rahmen des Kriegs von 1956 (gegen Ägypten) wurden Ausgangssperren über israelische arabische Dörfer in der Nähe der Westbank (damals unter jordanischer Herrschaft) verhängt, darunter auch Kafr Qasim. Da die palästinensischen Bürger*innen Israels von 1948 bis 1966 einer Militärregierung unterstanden, war die israelische Armee und insbesondere der Grenzschutz für die Durchführung der Ausgangssperren zuständig. Am 29. Oktober 1956 wurde das Dorf kurz vor dem Beginn der Ausgangssperre über diese informiert, zu einer Zeit, zu der viele Bewohner*innen auf den Feldern arbeiteten und folglich nichts von der Ausgangssperre wussten. Als sie später ins Dorf zurückkehrten, wurden 48 Menschen (25 Männer und Frauen und 23 Kinder und Jugendliche) erschossen. Die Grenzschützer, die das Massaker begingen, wurden angeklagt und verurteilt, aber innerhalb eines Jahres begnadigt.

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