wurde 1922 als Kind von aus Osteuropa stammenden Eltern in Jerusalem geboren. 1941 schloss er sich dem Palmach (der Eliteeinheit der Hagana) an, zu dessen Stabschef er 1947 wurde. Nach Auflösung des Palmachs wurde er Offizier in der neugegründeten israelischen Armee, zu deren Stabschef er 1964 ernannt wurde. Nach dem Krieg von 1967 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus und wurde 1968 Israels Botschafter in den USA. Während seiner 5-jährigen Amtszeit wurden die USA zu Israels Hauptwaffenlieferanten. Seit Ende 1973 Mitglied der Knesset (Ma’arach) wurde er 1974 Verteidigungsminister und nach Golda Meirs Rücktritt Premierminister. Während seiner Amtszeit unterzeichnete Rabin 1975 das Sinai Interims Abkommen mit Ägypten und gab den Befehl zur Operation Entebbe (1976). 1977 trat er angesichts eines Finanzskandals zurück. Zwischen 1984 und 1990 diente er als Verteidigungsminister in mehreren Großen-Koalitionsregierungen. In dieser Funktion gab er während der Ersten Intifada den Befehl den aufständigen Palästinenser*innen die Knochen zu brechen. 1992 wurde Rabin wiederum Premierminister und als solcher unterzeichnete er die Oslo-Verträge (1993, 1995) und das israelisch-jordanische Friedensabkommen (1994). Am 4. November 1995 wurde Rabin im Kontext einer von Benjamin Netanjahu geführten Hetzkampagne gegen die Oslo-Verträge von einem Rechts-Extremen ermordet.