Volständiger Artikel im PDF”/>Tsafrir Cohen ist Leiter des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung
In Israel wird am 17. März gewählt, und im Fernsehen, in den sozialen Medien, überall auf den Straßen ist der Wahlkampf omnipräsent. Bei so intensiver Berieselung ist die völlige Abwesenheit der zwei großen Problemfelder, die Israels Geschicke maßgeblich bestimmen, umso bemerkenswerter: der Konflikt mit den Palästinenser*innen und die Besatzung der Palästinensergebiete samt ihrer verheerenden Rückwirkungen auf die innere Verfasstheit der israelischen Gesellschaft und Demokratie einerseits, andererseits eine Wirtschaftspolitik, die die Kluft zwischen Arm und Reich enorm wachsen und die öffentlichen Güter zugunsten eines kaum regulierten privaten Sektors immer weiter schrumpfen lässt. Gegen Letztere entstand vor wenigen Jahren eine enorme Protestwelle, die bei diesen Wahlen allerdings nur noch blasse Erinnerung geworden ist.
Tsafrir Cohen leitete das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv zwischen 2015-2020.
Der Beweggrund für den Krieg der USA und Israel gegen den Iran ist scheinbar klar – laut dem offiziellen Narrativ ist dies ein Krieg der Demokratie gegen die Theokratie. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein komplexes Geflecht aus politischen und ökonomischen Interessen. Eine kritische Betrachtung der Kriegsgründe, des derzeitigen Kräfteverhältnisses und der Kluft zwischen erklärten Zielen und der Realität.
Statt die Zionismus-Debatte zu führen, sollte sich Die Linke besser auf den Kampf gegen Genozid, Apartheid und Besatzung konzentrieren – Ein Gastbteitrag von führenden Vertreter*innen der Demokratischen Front für Frieden und Gleichheit – Hadash/Al Jabha