
Angelika Timm gründete das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung und leitete es von 2009 bis 2015.
Am 15. Oktober 2012, nur wenige Stunden nach Beginn der Wintersitzungsperiode, löste sich das israelische Parlament auf. Zugleich beschloss es, die für Oktober 2013 geplanten Neuwahlen zur 19. Legislative auf den 22. Januar vorzuverlegen. Das ist mit den geltenden Rechtsnormen vereinbar. Laut Grundgesetz „Die Knesset“ von 1958 sollen Wahlen zum Parlament im Vierjahresrhythmus stattfinden.
Die Lage im Westjordanland, die mit Rückendeckung der israelischen Regierung und des Militärs vorangetrieben wird, verändert sich aktuell wie im Zeitraffer. Yonatan Mizrahi skizziert die neuesten Entwicklungen, die Hunderte neuer Außenposten und Siedlungen sowie immer stärkere Eingriffe in das Leben der palästinensischen Bewohner*innen mit sich bringen. Die Folgen für die Palästinenser*innen: massive Einschränkungen der Wirtschaft und der Bewegungsfreiheit, Landenteignungen, Zerstörung von Infrastruktur und schutzlose Auslieferung an die Gewalt jüdischer Siedler*innen.
Vor der Wahl zur Knesset, dem israelischen Parlament, am 27. Oktober wächst die Furcht vor Manipulationen durch das Regierungslager.