Vollständiger Artikel im PDF”/>Angelika Timm gründete das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung und leitete es von 2009 bis 2015.
Der zentrale Platz vor der Irijah, der Tel Aviver Stadtverwaltung, hat bereits viele spontane Großkundgebungen erlebt – die Demonstration der ca. 400.000 Israelis während des ersten Libanonkriegs im Herbst 1982 etwa, die Friedenskundgebung vom 4. November 1995, nach deren Abschluss der israelische Ministerpräsident Jizchak Rabin von einem jüdischen Fanatiker ermordet wurde, oder die Protestveranstaltung Tausender Siedler gegen den israelischen Abzug aus dem Gazastreifen im Sommer 2005.
Die Lage im Westjordanland, die mit Rückendeckung der israelischen Regierung und des Militärs vorangetrieben wird, verändert sich aktuell wie im Zeitraffer. Yonatan Mizrahi skizziert die neuesten Entwicklungen, die Hunderte neuer Außenposten und Siedlungen sowie immer stärkere Eingriffe in das Leben der palästinensischen Bewohner*innen mit sich bringen. Die Folgen für die Palästinenser*innen: massive Einschränkungen der Wirtschaft und der Bewegungsfreiheit, Landenteignungen, Zerstörung von Infrastruktur und schutzlose Auslieferung an die Gewalt jüdischer Siedler*innen.
Vor der Wahl zur Knesset, dem israelischen Parlament, am 27. Oktober wächst die Furcht vor Manipulationen durch das Regierungslager.