Themenschwerpunkt: Die US-Präsidenten und Israel

Zwei Beiträge beschäftigen sich mit der besonderen Beziehung zwischen den USA und Israel und der aktuellen Wahl von Donald J. Trump zum 45. Präsidenten der USA.

25. Oktober 2022

Die Beziehungen zwischen den USA und Israel: Wedelt der Schwanz mit dem Hund?

Nur wenige Länder pflegen eine solch enge Partnerschaft wie Israel und die USA. Im Gegenteil zu landläufigen Annahmen, waren die Beziehungen keinesfalls immer so eng. In seinem ausführlichen Hintergrundartikel untersucht Jeff Halper, israelischer Ethnologe und Mitbegründer des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD), die Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und Israel von der Staatsgründung bis zur Präsidentschaft von Barack Obama.

Zeitenwende? Trump und Israel

In einer Momentaufnahme fragt Tsafrir Cohen, Leiter des Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ob die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten eine Zeitenwende darstellt: Wird Trump Israel einen Freibrief zum Bau weiterer jüdischer Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten erteilen und damit der Zweistaatenlösung den Todesstoß versetzen? Gleichzeitig verfolgt er den Wandel der US-amerikanischen Diskussion über Israel: Trump polarisiert die USA – und so auch die US-amerikanischen jüdischen Gemeinden.

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Israeli settlers and security forces stand outside a shop owned by Palestinian Mouayad Oweis after settlers placed dozens of Israeli flags, blocking access to the roadside business in the West Bank village of al-Lubban al-Sharqiya, October 8, 2026. Photo by Flash90

Entwicklungen im Zeitraffer: Zur Lage im Westjordanland

Die Lage im Westjordanland, die mit Rückendeckung der israelischen Regierung und des Militärs vorangetrieben wird, verändert sich aktuell wie im Zeitraffer. Yonatan Mizrahi skizziert die neuesten Entwicklungen, die Hunderte neuer Außenposten und Siedlungen sowie immer stärkere Eingriffe in das Leben der palästinensischen Bewohner*innen mit sich bringen. Die Folgen für die Palästinenser*innen: massive Einschränkungen der Wirtschaft und der Bewegungsfreiheit, Landenteignungen, Zerstörung von Infrastruktur und schutzlose Auslieferung an die Gewalt jüdischer Siedler*innen.

Israels Wahl unter Druck

Vor der Wahl zur Knesset, dem israelischen Parlament, am 27. Oktober wächst die Furcht vor Manipulationen durch das Regierungslager.