Vollständiger Artikel im PDF”/>Tsafrir Cohen ist Leiter des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Katja Herrmann ist Leiterin des Palästina-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Zur aktuellen Krise in Israel und Palästina und möglichen Lösungsansätzen.
Seit Wochen eskaliert die Gewalt in den Palästinensischen Gebieten und in Israel. Seit Anfang Oktober sind mindestens 64 Palästinenser*innen und neun Israelis getötet worden, viele Hundert wurden verletzt und verhaftet. Menschen auf beiden Seiten der Mauern und Zäune leben in Angst und fragen sich, ob eine dritte Intifada bevorsteht. Deeskalation ist das Gebot der Stunde, doch die Wiederherstellung des Status quo wird kaum aus der Krise führen.
Katja Hermann ist die Leiterin des Palästina-Jordanien-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Lage im Westjordanland, die mit Rückendeckung der israelischen Regierung und des Militärs vorangetrieben wird, verändert sich aktuell wie im Zeitraffer. Yonatan Mizrahi skizziert die neuesten Entwicklungen, die Hunderte neuer Außenposten und Siedlungen sowie immer stärkere Eingriffe in das Leben der palästinensischen Bewohner*innen mit sich bringen. Die Folgen für die Palästinenser*innen: massive Einschränkungen der Wirtschaft und der Bewegungsfreiheit, Landenteignungen, Zerstörung von Infrastruktur und schutzlose Auslieferung an die Gewalt jüdischer Siedler*innen.
Vor der Wahl zur Knesset, dem israelischen Parlament, am 27. Oktober wächst die Furcht vor Manipulationen durch das Regierungslager.