Als Teil der Landnahme und der Förderung jüdischer Besiedlung werden Außenposten in Gebieten errichtet, in denen mehrheitlich Palästinenser*innen leben. Es werden dort bewaffnete Landwirt*innen bzw. Landwirtschaft betreibende Soldat*innen angesiedelt, um durch die Landwirtschaft Land einzunehmen und dies, falls erforderlich, mit Waffengewalt zu verteidigen. Mit zunehmender jüdischer Besiedlung dieser Gebiete verwandelten sich die Außenposten in zivile Ortschaften. Diese Konzeption lag bereits den ersten Kibbuzim zu Grunde; und auch später sind einige Kibbuzim aus solchen Außenposten hervorgegangen. Nach der Staatsgründung wurden vor allem in Galiläa und im Negev solche Außenposten errichtet; und nach dem Krieg von 1967 in den besetzten Gebieten des Westjordanlands, des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel.