Die generelle Bezeichnung für die im Rahmen der Apartheid-Politik in Südafrika (und Südwestafrika, heute Namibia) eingerichteten Enklaven für die schwarze Bevölkerung. Diese relativ kleinen, voneinander isolierten Gebiete, die als ethnische/stammesmäßige Einheiten konzipiert waren, erhielten teilweise Autonomie und sollten mit der Zeit unabhängig werden. Der Plan war, dass sie als unabhängige Staaten nicht nur ihren Bewohner*innen, sondern auch allen außerhalb lebenden Menschen des Stammes/der ethnischen Gruppe die Staatsbürgerschaft verleihen, was erlaubt hätte, ihnen die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu entziehen und sie dann zu zwingen, in jene „unabhängigen“ Enklaven zu übersiedeln.