Ausgehend von einer Ein-Staat-Realität gibt es verschiedene Ansätze, um den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen (eine „Ein-Staat-Lösung“). Vertreter*innen der extremen Rechten in der gegenwärtigen israelischen Regierung (wie zum Beispiel Bezalel Smotrich) sprechen sich explizit dafür aus, die de-facto Situation in einen nach israelischem Recht „de-jure“ Zustand umzuwandeln, das heißt, die besetzten Gebiete formell zu annektieren, ohne den dort lebenden Palästinenser*innen die israelische Staatsbürgerschaft zu verleihen. Die Palästinenser*innen müssten dies dann akzeptieren, andernfalls wird ihnen mit Gewalt gegen Leib und Leben und/oder Vertreibung gedroht. Am anderen Ende des politischen Spektrums wird in verschiedenen jüdisch-palästinensischen Foren darüber diskutiert, wie eine erstrebenswerte Zukunftsvision angesichts der Ein-Staat-Realität aussehen könnte, wobei sich noch kein Konsens herausgebildet hat. Es gibt ein breites Spektrum an Ansätzen, das von solchen, die Elemente der Zweistaatenlösung in ein föderatives Konzept integrieren wollen (zum Beispiel: Two States, One Homeland – An Open Land for All – https://www.alandforall.org/english/) bis hin zur Forderung nach einem demokratischen Staat mit gleichen Rechten für alle Menschen, die zwischen dem „Jordan Fluss und dem Mittelmeer“ leben (zum Beispiel: One Democratic State, From the River to the Sea – https://odsi.co/en/) reicht.