Der Gazastreifen und die Westbank sind die Gebiete des historischen Palästinas, die im Krieg von 1948 nicht Teil des neu gegründeten Staates Israel wurden. Nach 1948 befand sich der Gazastreifen, in den sich viele palästinensische Flüchtlinge gerettet hatten, unter ägyptischer Kontrolle. Während des Krieges von 1956 eroberte die israelische Armee den Gazastreifen (und die Sinai-Halbinsel), musste allerdings aufgrund des internationalen Drucks wieder abziehen. Im Krieg von 1967 eroberte Israel den Gazastreifen erneut. Im Zuge der Oslo-Abkommen wurde die Verwaltung des Gazastreifens (mit Ausnahme der bis zu deren Aufgabe im Jahr 2005 bestehenden israelischen Siedlungen und Armeelager) 1994 der palästinensischen Autonomiebehörde übergeben. Doch Israel kontrollierte weiter den Luftraum und die Küstengewässer sowie die Grenzübergänge zu Israel. Nach der Machtübernahme durch die Hamas 2007 verschärfte Israel (in Zusammenarbeit mit Ägypten) eine Reihe von auferlegten Sanktionen und begann eine Abriegelung des Gazastreifens, die die Zu- und Ausfuhr von Waren sowie die Bewegungsfreiheit der Bewohner*innen stark beschränken und zu großer Not unter der Bevölkerung geführt haben. Seit der vollständigen Abriegelung kam es zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Bewohner*innen des Gazastreifens mit Tausenden von Toten (zum großen Teil palästinensische Zivilist*innen) und enormen Zerstörungen im Gazastreifen.

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