bezeichnet einen Block von 17 israelischen Siedlungen, in denen zuletzt zirka 8.600 Menschen lebten, im südwestlichen Gazastreifen. Im Jahr 1968, bereits kurz nach der Eroberung in Krieg von 1967, wurden Pläne für den Siedlungsbau im Gazastreifen diskutiert. Die erste Siedlung, Kfar Darom, wurde 1970 als „Außenposten“ (d.h., ein Standort für eine Militäreinheit, die sich auch mit Landwirtschaft beschäftigt) errichtet. Dem folgte die Errichtung weiterer landwirtschaftlich Siedlungen in dem Gebiet, das im Laufe der Zeit zu Gusch Katif wurde, insbesondere auch durch den Zuzug von Israelis, deren Siedlungen im Rahmen des israelischen Abzugs von Sinai-Halbinsel im Jahr 1982 geräumt wurden. Neben Viehzucht für die Milchproduktion wurden mit Hilfe palästinensischer Arbeitskräfte vor allem Bio-Agrarprodukte für den europäischen Markt in Gewächshäusern angebaut. Im Rahmen der „Abkopplung“/ „Entflechtung“ im August 2005 wurde Gusch Katif wie auch die vier anderen israelischen Siedlungen im Gazastreifen trotz des heftigen Widerstands der Siedler*innen und ihrer Unterstützer*innen in der israelischen Gesellschaft geräumt.