Die KPI ging aus der KPP nach der Staatsgründung 1948 hervor. Sie definierte sich als nicht-zionistische jüdisch-arabische Kommunistische Partei. 1954 schloss sich eine relativ große jüdische Gruppe unter der Führung des charismatischen Moshe Sneh (1909–72, ehemals Mapam) der Partei an. Sneh sah in der Sowjetunion die aufsteigende Weltmacht und wollte Israel in deren Orbit bringen. 1965 kam es zur Spaltung, und eine mehrheitlich arabische Fraktion verließ die Partei und gründete die ‚Neue Kommunistische Liste‘ (Rakach), die allerdings von der Sowjetunion erst als kommunistische Partei anerkannt wurde, nachdem ihre Konkurrentin unter Snehs Führung den Krieg von 1967 unterstützte. Ihren Namen KPI konnte sie sich erst Ende der 1980er Jahre zurückerobern, obwohl ihre Konkurrentin bald nach Snehs Tod zusammenbrach. 1977 bildete Rakach zusammen mit verschiedenen links-sozialistischen Gruppen eine Frontorganisation, die „Demokratische Front für Frieden und Gleichheit” (Chadasch/al-Dschabha) und beteiligte sich seitdem als solche an den Wahlen. Sie war i.d.R. mit 3-5 Sitzen (von insgesamt 120) in der Knesset vertreten und schloss sich zur Wahl 2015 mit anderen Parteien zur Gemeinsamen Liste zusammen.

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