(Ein aus Parteinamen geformtes Akronym, das das hebräische Wort für Kraft bzw. Energie ist) Wahlliste, zu der sich 1992 die Bürgerrechtspartei Ratz, die linkszionistische Mapam und die liberale Schinui zusammenschlossen. Als solche hatten sie bei den Knesset-Wahlen 1992 ihren größten Erfolg (damals errangen sie 12 von 120 Mandaten). Bei der Bildung der von Jitzchak Rabin geführten Regierungskoalition spielte sie eine Schlüsselrolle und ermöglichte somit später die Oslo-Abkommen. 1997 lösten sich die beteiligten Parteien auf und Meretz konstituierte sich als eigenständige Partei. Meretz gilt als Hort des aus Europa stammenden jüdischen Bildungsbürgertums und ist linksliberal bis sozialistisch geprägt. In den 2000er Jahren war Meretz meist als Opposition mit 3-6 Sitzen (von 120) in der Knesset vertreten; nach den Wahlen im März 2021 beteiligte sich Meretz an der Regierungskoalition. In den Wahlen im November 2022 scheiterte Meretz an der Sperrklausel.