(hebräisch für „Veränderung“) war eine liberale, säkulare Zentrumspartei, die 1974 gegründet wurde und sich bald drauf an der liberalen Wahlliste Dasch beteiligte, die in den Wahlen 1977 zur drittgrößten Fraktion in der Knesset wurde und Menachem Begins rechter Regierungskoalition beitrat, die die Herrschaft der Mapai/Arbeitspartei beendete. Nach der Auflösung von Dasch erzielte Schinui zwei Sitze in den Wahlen 1981; 1992 schloss sie sich mit Ratz und Mapam zu einer gemeinsamen Wahlliste, Meretz, zusammen. Als sich Meretz 1997 als Partei konstituierte, schlossen sich einige Schinui-Mitglieder an, aber die Mehrheit entschied sich dagegen, weil ihnen Meretz zu links war. Vor den Wahlen1999 übernahm der Journalist Tommy Lapid (1931-2008), der für seinen Kampf für die Trennung von Staat und Religion und seine Unterstützung einer neo-liberalen Wirtschaftspolitik bekannt war, die Parteiführung, und die Partei erhielt sechs (von 120) Knesset-Sitzen. Nach den Wahlen 2003 wurde Schinui mit 15 Sitzen die drittgrößte Fraktion und beteiligte sich an Ariel Scharons Regierungskoalition. 2004 schied sie aus der Regierung aus, aus Protest gegen finanzielle Zugeständnisse an religiöse Parteien. In den Wahlen 2006 scheiterte sie an der Prozenthürde und trat zu den Wahlen 2009 nicht mehr an.