Im Februar 1947 übergab die britische Mandatsmacht das Palästina-Problem den Vereinten Nationen, woraufhin im November 1947 die Teilungsplan-Resolution angenommen wurde. In Reaktion auf die Resolution brach ein Bürgerkrieg zwischen der jüdischen und der palästinensischen Bevölkerung aus. Am formellen Ende des Mandats (14. Mai 1948) rief David Ben-Gurion in Tel Aviv den Staat Israel aus. Daraufhin traten die arabischen Nachbarstaaten in den Krieg ein, der 1949 mit Waffenstillstandsabkommen beendet wurde. Die Ausrufung des Staats wird üblicherweise auch als Unabhängigkeitserklärung bezeichnet. Darüberhinaus ist dies auch die allgemein übliche Bezeichnung des Dokuments, das formell die Ausrufung/Erklärung der Errichtung des Staates Israel (am 14. Mai 1948) war. (Eine deutsche Übersetzung des Texts findet sich in Wikipedia.) Darin wird auch der vorgesehene jüdische und demokratische Charakter des Staates angeführt. Unter anderem heißt es: „Der Staat Israel wird der jüdischen Einwanderung und der Sammlung der Juden im Exil offenstehen. Er wird sich der Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner widmen. Er wird auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Visionen der Propheten Israels gestützt sein. Er wird all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen. Er wird Glaubens- und Gewissensfreiheit, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur gewährleisten, die Heiligen Stätten unter seinen Schutz nehmen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen treu bleiben“. Allerdings haben die in der Erklärung genannten allgemeinen Bürgerrechte nach israelischer Rechtsprechung keine Rechtskraft.